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GO PLUS . . .

Unten im Strom


Unter mir fließt
unter den Planken
unterbewußt
reißender Strom
sprudelt und rollt
unten im Dunkeln
treibend und schnell
hört niemals auf
spült und verschluckt
aus allen Zeiten
von jedem Ort
den es je gab
in meiner Welt
in meinem Leben
von Anfang an
und von davor


Hier oben bei Tag
verbring ich die Stunden
oben im Licht
ich scheine und weine
ein Augenblick
- er fällt zurück
weiter und weiter
und tropft herab
in diesen Strom


ständig im Fluss
ständig am Tauchen
nach einem Grund
nach einem Halt
Strudel und Rausch
und im Versinken
schon atemlos
zum Ursprung zurück
hier finde ich
den ersten Tropfen
das Erste Mal
Quelle des Stroms
und mir wird klar
meine Bewegung
von Anfang an
und von davor


Hier oben bei Nacht
seh ich die Sterne
über mir hell
wie sie mir scheinen
zum Navigieren
Stabilisieren
und das immer schon
in all den Zeiten
die es je gab
und sie vergehen
tropfen herab
in diesen Strom



Ich geh in die Stadt


Hab mir überlegt
ich geh in die Stadt
ich warte nicht mehr
diese Zeit ist jetzt um


Hab mir überlegt
meine Unschuld zu verlieren
will mich groß amüsiern
in den Straßen der Stadt


sie sagen, dort lebt man und blüht endlich auf
ich sage das weiß man im ganzen Land
hier kann man groß rauskommen
durchs Tor in die Welt
ich steh und ergötz mich am Überfluß


weil das ist das Leben
und das ist die Welt
Hurra ich pulsiere, ich ströme dahin
das Rauschen der Straße
rauscht in mir drin
ich schwimme betrunken im Überfluß dahin



Erinnerung an Natur


Die Ampel geht auf grün
an der Kreuzung
ein Gesang
ein Rauschen
ich wohn´ im Hinterhaus


ich höre
wie es hinzog
über mir
ein Rauschen
wenn Wind die Bäume bog


Damals
malt´ ich Birken
tagelang
beeindruckt
ich hab sie angefaßt


im Park jetzt
stehen die Pflanzen
ganz weit weg
sie rufen
erinnern an Natur



Hannover


Und als ich sagte, daß ich geh
ich will dich nicht verlieren
und habe eingepackt
und zwischendurch lang und laut geheult
ich hab die Koffer zugemacht


und jetzt in einer anderen Stadt
ich sitze neben mir und habe Angst
meine Freunde blieben bei dir
ich bin erschrocken und begeistert von dem Schmerz
ich hab die Koffer ausgepackt


o Hannover , o Hannover, o Hannover, mein Hannover



Stop


Hör doch mal damit auf
immer an der Wand zu stehn
und immer nur an den Rand zu sehen
jedenTag


Fang doch mal damit an
einmal aus dem Schrank zu gehen
nicht immer nur anderen zuzusehen
von weit weg


das kann doch nicht so schwer sein
einmal auf die Tanzfläche zu gehen
und dann...


Hör doch mal damit auf
immer nur am Strand zu stehen
immer nur Horizont zu sehen
jeden Tag



Tremble


I have to tremble
to tremble today
I have to tremble
to tremble today


I have to tremble
tremble today
and if I don´t tremble
I tremble the next day


I have to tremble
to tremble today
I have to tremble
to tremble today


and I have to tremble and worry and tremble and worry
tremble today
and if I don´t tremble or worry or tremble or worry
I tremble the next day



Liebe mit uns

Manchmal ist die Liebe zwischen uns
phenomenal groß
und so richtig, das ist zweifellos
ein Glück, daß wir uns trafen
das ist Ernte, das ist Saat
in unseren Händen
begreifen vorsichtig voll Ehrfurcht unser Glück
und daß wir nicht zu fest
und nicht zerdrücken, was nicht greifbar ist


sei hier
mit uns
Liebe
lebe
mit uns
Liebe


Manchmal kommt ein Sturm auf
die Liebe zittert kalt
und wie ein kleines Schiff
treibt sie durch die Nacht
wir wissen nicht wo sie hingeht - die Liebe
fängt zu fragen an
und leise ist die Antwort und so leicht


sei hier
mit uns
Liebe
lebe
mit uns
Liebe



Träger

Hallo, ich komm nicht
und ich werfe hin
meine Last der Welt
denn die Welt ist schlimm


ich fand einmal heraus
ich kann kein Träger sein


Hallo, ich fall aus
Hallo, ich fall hin
du trittst auf mich drauf
du rutschst auf mir aus


du hast mir mal gesagt
ich sei so sensibel
und du hast still beklagt
es ist schlimm
denn heutzutage weinst du selbst nicht mehr


Hamburg, here I come

Hamburg, here I come
und ich lauf gleich bis ans Ufer
Wasser und Öl
tief inhalieren


Hamburg, hier am Kai
hier kann ich dich gut verstehen
alles ist Fluß
und zieht vorbei
Johnny, Goodbye
Auf Wiedersehn


Hamburg, flußabwärts
seh ich manchmal schon die Nordsee
und fast England
fast den Ozean
Island, Grönland
dann Amerika
alles ist da
es ist in dir
Hamburg I´m here
Hamburg I´m here




LARGO . . .

Wie Haut sich anfühlt

Nur weil immer wieder möchte ich es spüren
wie Haut sich anfühlt, was Lippen tun
wie Augen aussehn, wenn sie sich langsam öffnen
Berührungen sich anfühlen, wenn sie vertrauen wollen
Yeah
Trotzdem immer wieder, denk ich es sei nichts
Nur aus langer Weile drücke ich mich aus
Und finde immer wieder eine für den Traum
Sehnsucht treibt zur Liebe und Sehnsucht schreibt die Songs
Yeah
Nur weil immer wieder überlege ich
denke und such Zeichen, deute und chiffrier
Mädchen auf der Straße, guckt mich freundlich an
- ich nehme die Gitarre und schreibe ein Lied
Yeah


Song for Brian (Brain Wilson gewidmet)

This is for Brian, dürft ich "Du" zu Dir sagen, würd ich sagen "für Dich".
Das sind so Akkorde, das ist so ´ne Linie, erinnert mich so an Dich
Daran, was Du für mich bist, an Deine Lieder in mir, an die Gefühle dafür
Ich hör´ Dir zu, Deiner Harmonie, Deiner Melancholie
so Zärtliches hört´ich nie
Da ist überall Melodie, Deine Traumgalerie, in Deiner Majormission
wunderbar sensible Sensation!
Und wenn die Akkorde einander berühren, zu einer Streicheleinheit...
Wir wollen das alles gut wird und das uns die Liebe mit ihren Armen verschlingt
die Angst im Jubel versinkt und Glück kein Unglück erzwingt
das Universum schwingt!
Du komponierst und arrangierst, in Deiner Soundumlaufbahn,
daß die Atmosphäre klingt und Wunderbares vollbringt
in meinem Herz und auf meinem Klavier.


Tagebau

Es kommt ein andrer Morgen, Es kommt ein neues Jahr
Mindestens tausend Leute fragen nach
Es gibt nur eine Bühne und alles ist gleich echt
Wir kotzen und wir denken der Reihe nach
Positiv vibrieren geht nur für kurze Zeit
und übrigens das Warten ist Tagebau
Aufgeben ist Scheiße und Suchen ist nicht gut
Kopfzerbrechen tötet und macht blind


Galant

Nun komm ganz lang rein und zieh deine Bahn
beschreib halb ein Kreis und geh
Du schiebst elegant und gehst ganz allein
nun legst du ihn rein, so brilliant, so galant


Superfreunde

Glasperlen gleich kullern die Gedanken aus dir raus
wie du sie fühlst -nicht schlecht!
Ich weiß du glaubst -wenigstens sagst du daß du es glaubst-
ein Mann und eine Frau können Superfreunde sein
Ich weiß ich weiß, daß es knistert und es knistert schön
wenn wir uns sehen -jedenfalls tut es das bei mir
Ich mag es gern, wenn ich dich von der Kutsche runterheb
und magst du es auch? -Wir sind Superfreunde



Es ist gut

Es ist gut im Wind zu sein, ziemlich gut, wenn´s salzig mich bestreicht
vorne an der Reling durch das Meer, mit dem Wetter über Wellen gehn
Es ist naß wenn´s mich erwischt, das ist gut, im steten Wind zu friern
Gänsehäute kleiden mich total, vorne an der Reling durch das Meer


Donnerstag

Sekunden nur sah ich die Liebe, im Handschuhfach ihrer Augen
Am Donnerstag, ich notiere, am Hauptbahnhof am Atlantik
stehn die Züge, ich rauche, ich warte
Am Freitag dann blieb ich liegen, ein Regentag, kurz vor sieben
Zum Zeitvertreib zupf ich Blüten, im Strandpalast der Süchte
ich schreibe, ich bleibe


Ducktales

Wir hängen rum, sind um dich rum, im Umkreis von 1,50 nur
Befindest dich, bist Mitte drin, wir quaken ruhig, du bist ja da
und schmierst uns Brote, du ziehst uns praktisch gut an
und gibst uns Wärme mit Liebe dran
Ein feste Burg so weich es geht. Sind stets daheim, wollen niemals fort
und unsere Leben, die sind auch deine Leben
wir tun es unruhig, du bist nicht hier


Angeli

Angeli
by the sea, she kisses me
Angeli
On a hill, love her still, say I will


Love Supreme

Du warst ein Freund für mich, das stimmt, mehr sah ich nicht
und als die Zeit vergeht, da sah ich nur noch dich
und dann, ich fass dich an, und so
Ein Freund, auch du für mich, du weißt noch mehr sah ich
wenn jetzt die Zeit vergeht, - bin aufgeregt
und dann wird alles gut, vielleicht. Ich muß dich sehen, ich muß gestehn, ich weiß
ich liebe dich und will dich spüren - noch heut
und dann ich fass dich an, und jetzt


Völlig leer

Ich laufe aus, lauf aus, lauf aus mir raus
ich werde leer, so leer und wieg nichts mehr
ich werde dünn, ganz dünn, ist nichts mehr drin
ich hab nichts mehr, bin leer - gar nichts mehr
Nur noch Haut und Haut, ich liege und bin hohl, so hohl
bin Tüte flachgelegt, halt nichts mehr in mir drin, nichts drin
Ich weiß nichts mehr, erinnere nicht, lass alles raus
Kein Fleisch mehr drin, kein Blut, kein Knochenbau
Muskulatur - Ade! - ich leg mich hin
Keine Chemie, kein Stoff reagiert mehr
Ich hör auf zu vibrieren, hör auf zu reflektieren, sinnieren
Ich bin fast gar nicht mehr, ich bin jetzt völlig leer, so leer, so leer



LA MONTANARA . . .






Eine Nacht

Sie kam für eine Nacht und blieb, ich war auch mit dabei mit ihr.
Es war nichts drumherum, es war leer, sie berührte nichts von mir.
Sie ging so gegen acht, es war schön, ich lag noch tagelang wie nie.
Sie kam noch eine Nacht zu mir, ich tastete danach, nach ihr.
Wir erpressten uns -atemlos.Wir gewannen nichts dabei.
Die erste Strophe war leergemacht und nächstesmal mach ich's auch so.


Definitiv

Kannst dich darauf verlassen, wenn du einmal gehst,
Was einmal abgeschnitten wird nie wieder ganz,
Was einmal ausgebrochen kann nicht wieder rein
Ist alles ausgetrocknet, wird's nie wieder schön.
Kannst dich auf nichts verlassen, es plätschert dahin,
Ich kann kein Unglück lassen, obwohl ich's umgeh,
Und ich will gar nichts fassen, ich lasse es stehn
Auch das ist keine Absicht und gammelt dahin.
Das Erste malt zuerstmal -definitiv,
setzt Gegenwart für Namen und Chemie
reagiert meine Sinne und denke nur nach,
Jetzt lass ich alles liegen und trockene ab.
Wie schlau von mir das so zu sehn, Ich kann in Ruhe schlafen
Hab nichts zu verantworten, Es ist wie es ist wie es ist, wie es ist.


Lasse mich

Liege flach bleib unbewegt.Seh bedeckt bin abgelegt.
Krampfig soll ich auf mir stehn.Kriechen geistig quäle mich.
Lasse mich lass mich nich dabei sein.Lasse mich lass mich nur einmal frei sein.
Lasse mich lass mich immer breit sein.Lasse mich lass mich leidleid sein,-unbescheid sein.
Willich will mich nich bewegen.Quemlich lege Bette man.
Wie sich so nicht will und weiss.Hinterlasse pflege mich.
Kuschelmuschel-munkel du . ab küss und zu ich manches mal.
Treibe hirnlos dämmerlich. La-le-lu-dich lieb ich Schlaf!


von Weitem

Von weitem ich betrachte, mich gar nicht mehr als Wesen
nur als ein Sein-werden, gestolpert in die Leere
Stage-diver leere Sääle, es reichen keine Arme
ich leuchte, projeziere und phantasiere.
Primatenreif ich mache, zum Affen mich zum Arschloch
ich koche ohne Wasser, rühr Eier für den Kompost.
Du bist nicht und ich rufe, verfallen und betreten
verwischen und verwaschen und verwesen.


Schwerelos

Nehme ich die Insel wo wir beide sind,
diesen Schatz gibts nirgends sonstwo auf der Welt.
Dümpeln lastenfrei, schwerelos wir zwei, machen fest dabei.
Immer wieder neu, tauchen in den Arm, atmen wieder warm.
Alles ist so gut, sind wir uns so nah.
Du bist angekommen hast mich abgeholt.
Wir sind weggeschwommen, wir sind ganz benommen, wünschen gar nichts mehr.
Haben einen Hafen, Start ist auch das Ziel, tanken wieder auf.
Sprechen zwei Gesätze, drauûen oder hier, finden nicht zurecht.
Alles ist so gut.


Fahrenheit

Fahrenheit -bringe me home, nur tonight -rolle im Strom,
ströme heim -lange belohn, reime Zeit -habe verfahrn.
Brenne geheim, Lichter sind an., Bleiere die Nacht, Super verbrannt.
Fahrenheit -bringe me home, weiche aus -rolling vorbei,
far by night -suche nach See., Teil ich Land -fahre ich heim.
Und wenn ich roll, Flamme auf Null, falle far ab, -Falle RADAAAAAAAAR.




Alle Texte © Johannes Przygodda



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